Ladedaten - Tips und Hinweise
Ladedaten - vielleicht nicht weltbewegend, dafür aber
praxiserprobt
| Kaliber |
Pulver |
Ladung |
Geschoß |
Anmerkungen |
| .38 Special |
Hodgdon HP-38 |
4,3 gn |
H&N LSWC verkupfert, 158 gn |
Weiche, präzise Scheibenladung |
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| .357 Magnum |
Alliant Blue Dot |
12,0 gn |
Norma SJSP, 125 gn |
Satter Klang, prächtiges Mündungsfeuer |
| .357 Magnum |
Hodgdon HP-38 |
6,5 gn |
Norma SJSP, 125 gn |
Noch angenehm zu schießen |
| .357 Magnum |
Alliant Blue Dot |
9,7 gn |
H&N LSWC verkupfert, 158 gn |
Präzise und sauber; reduzierte Ladung |
| .357 Magnum |
Kemira N-110 |
17,6 gn |
Norma SJSP, 125 gn |
Exakt, schon recht hart. Compressed Load! |
| .357 Magnum |
Kemira N-110 |
14,2 gn |
Remington SJSP, 158 gn |
Noch sehr gut kontrollierbar, netter Klang |
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| .44 Special |
Alliant Red Dot |
5,2 gn |
H&N LSWC verkupfert, 240 gn |
Angenehm, präzise und recht unspektakulär |
| .44 Special |
Hodgdon HP-38 |
5,0 gn |
Remington SJSP, 240 gn |
Weich, präzise; Gasdruck untere Grenze |
| .44 Special |
Alliant Unique |
6,6 gn |
H&N LSWC verkupfert, 240 gn |
Prima Scheibenladung; Gasdruck recht niedrig |
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| .44 Magnum |
Alliant Blue Dot |
12,8 gn |
Remington SJSP, 240 gn |
Gutes "Magnum-Feeling", nicht zu
hart |
| .44 Magnum |
Kemira N-110 |
21,0 gn |
Remington SJSP, 240 gn |
Schon fast brutal; Gasdruck aber noch o.k. |
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| .45 ACP |
Hodgdon HP-38 |
5,3 gn |
Winchester FMJ Ball, 230 gn |
Entspricht Fabrikladung; sichere Funktion |
| .45 ACP |
Alliant Red Dot |
5,3 gn |
Remington FMJ Ball, 230 gn |
Entspricht Fabrikladung; sichere Funktion |
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| .30-30 Win |
Rottweil R-903 |
31,8 gn |
Sierra SJSP Flatnose, 170 gn |
Entspricht Federal-Fabrikladung; relativ hart |
| .30-30 Win |
Kemira N-110 |
22,2 gn |
Speer SJHP, 110 gn |
sehr angenehm im Schuß; Treffer liegen auf
50 m
gut 30 cm oberhalb von Standard-Ladung.
ACHTUNG: Geschoß 3 mm tiefer setzen als Crimpnut! |
| .30-30 Win |
Kemira N-110 |
15,0 gn |
Speer SJHP, 110 gn |
"Light"-Ladung für die Halle;
recht präzise
ACHTUNG: Geschoß 3 mm tiefer setzen als Crimpnut! |
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| .308 Win |
Rottweil R-903 |
42,2 gn |
Sierra FMJ Spitzer, 150 gn |
Entspricht gängigen Fabrikladungen (FNM,
Magtech) |
| .308 Win |
Kemira N-110 |
28,5 gn |
Sierra Varmint HP, 110 gn |
Sehr angenehme "Light"-Load; sehr
präzise.
Trefferbild wie bei "normalen" Ladungen. |
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Für alle Ladungen wurden
Standard-Zündhütchen verwendet,
außer für .357 Mag und .44 Mag (hier Magnum-Zündhütchen).
Crimp: Nur Patronen .357 Mag, .44
Spl und .44 Mag benötigen einen mittelstarken
Tapercrimp. Alle anderen nicht crimpen! |
Auch hier darf der unvermeidliche Hinweis
nicht fehlen: Jeder Wiederlader handelt
eigenverantwortlich, daher kann keinerlei Gewähr
für die hier genannten Ladungen oder
irgendwelche aus ihnen resultierende Folgen übernommen
werden. Alle Angaben dienen nur als Anregung. (Bei
mir funktionieren sie aber trotzdem bestens.)
Fragen, Hinweise, Korrekturen, Ergänzungen etc.
bitte an
mailen. |
Tips und
Hinweise
Fehlerhafte CCI Small Pistol Magnum-Zündhütchen
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| In der
Produktion von ca. Mitte-Ende 1999 (leider liegen
keine konkreten Los-Nummern vor) sind für den
CCI-Typ 550 Small Pistol Magnum
offenbar teilweise zu harte Näpfchen (wohl für
"Rifle"-Zündhütchen) benutzt worden,
und zwar in beträchtlichem Umfang von bis zu 5 -
10 % des Packungsinhalts. Dies hat zur Folge, daß
die damit wiedergeladene Munition zwar in
Unterhebelrepetieren o.ä. tadellos arbeitet,
aber in Kurzwaffen etwa jeder 10. Schuß eine Störung
ergibt, was in Wettkämpfen ganz schön nervig
sein kann. Der Schlagbolzeneindruck ist dann auch,
trotz intakter Waffe, sofort als recht mickrig zu
erkennen - siehe folgendes Bild: links normales,
rechts zu hartes Zündhütchen, mit demselben
Revolver (S&W 686) "abgefeuert": |
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| Als Abhilfe
bleibt nur, besagte CCI-Zündhütchen mit dem
Unterhebler zu verschießen und für den Revolver
auf andere Hersteller auszuweichen. |
Warnung vor GFL-Hülsen .357 Magnum
| Hier sind ältere
Hülsen von Fiocchi, Bodenstempelung "G.F.L.
357 MAGNUM", betroffen. Bei diesen tritt - möglicherweise
nach häufigem Wiederladen(?) - auf der Hülseninnenseite
eine umlaufende Rille auf, die bereits in zwei Fällen
zu einem "sauberen" Hülsenriß beim
Schuß geführt hat (Abbildung links). Rechts daneben
eine aufgesägte Hülse, bei der diese Rille
deutlich erkennbar ist: |
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(Unter ungünstigen
Umständen, z.B. sehr starker Rollcrimp, ist
durchaus vorstellbar, daß das Geschoß den
vorderen Hülsenteil in den Laufkonus "mitnimmt";
als Folgeprodukt kann anschließend ein sehr
kurzläufiger Revolver und eine sehr
kurzfingerige Hand entstehen...)
Gegen die Theorie einer "Materialwanderung"
durch zu häufiges Rekalibrieren spricht, daß
diese Rille bei allen untersuchten Hülsen
dieser Art exakt an derselben Stelle und
linealgerade war, und auch, daß so ein Effekt
bei Hülsen anderer Hersteller noch nie
andeutungsweise aufgetreten ist.
Zu erkennen sind die älteren, gefährdeten Hülsen
an der Art des Bodenstempels: deren Schrift ist
weiter auseinandergezogen (linkes Bild), bei
neueren Hülsen, bei denen ein solcher Effekt noch
nicht beobachtet wurde, dagegen enger zusammen geprägt
(rechte Abbildung).
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Nachtrag:
Im November 2004 wurde von zwei Wiederladern unabhängig voneinander
mitgeteilt, daß diese Risse auch (wieder?) bei neuen GFL-Losen
auftreten. Schlußfolgerung: das italienische Messing besser im Kübel
lassen - glücklicherweise hat man bei .357er Hülsen ja i.d.R. doch
eine gute Auswahl...
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