SC04 Bamberg - Wiederladerseite
 
Ladedaten - Tips und Hinweise 
 
Ladedaten - vielleicht nicht weltbewegend, dafür aber praxiserprobt
Kaliber Pulver Ladung Geschoß Anmerkungen
.38 Special Hodgdon HP-38 4,3 gn H&N LSWC verkupfert, 158 gn Weiche, präzise Scheibenladung
 
.357 Magnum Alliant Blue Dot 12,0 gn Norma SJSP, 125 gn Satter Klang, prächtiges Mündungsfeuer
.357 Magnum Hodgdon HP-38 6,5 gn Norma SJSP, 125 gn Noch angenehm zu schießen
.357 Magnum Alliant Blue Dot 9,7 gn H&N LSWC verkupfert, 158 gn Präzise und sauber; reduzierte Ladung
.357 Magnum Kemira N-110 17,6 gn Norma SJSP, 125 gn Exakt, schon recht hart. Compressed Load!
.357 Magnum Kemira N-110 14,2 gn Remington SJSP, 158 gn Noch sehr gut kontrollierbar, netter Klang
 
.44 Special Alliant Red Dot 5,2 gn H&N LSWC verkupfert, 240 gn Angenehm, präzise und recht unspektakulär
.44 Special Hodgdon HP-38 5,0 gn Remington SJSP, 240 gn Weich, präzise; Gasdruck untere Grenze
.44 Special Alliant Unique 6,6 gn H&N LSWC verkupfert, 240 gn Prima Scheibenladung; Gasdruck recht niedrig
 
.44 Magnum Alliant Blue Dot 12,8 gn Remington SJSP, 240 gn Gutes "Magnum-Feeling", nicht zu hart
.44 Magnum Kemira N-110 21,0 gn Remington SJSP, 240 gn Schon fast brutal; Gasdruck aber noch o.k.
 
.45 ACP Hodgdon HP-38 5,3 gn Winchester FMJ Ball, 230 gn Entspricht Fabrikladung; sichere Funktion
.45 ACP Alliant Red Dot 5,3 gn Remington FMJ Ball, 230 gn Entspricht Fabrikladung; sichere Funktion
 
.30-30 Win Rottweil R-903 31,8 gn Sierra SJSP Flatnose, 170 gn Entspricht Federal-Fabrikladung; relativ hart
.30-30 Win Kemira N-110 22,2 gn Speer SJHP, 110 gn sehr angenehm im Schuß; Treffer liegen auf 50 m
gut 30 cm oberhalb von Standard-Ladung.
ACHTUNG: Geschoß 3 mm tiefer setzen als Crimpnut!
.30-30 Win Kemira N-110 15,0 gn Speer SJHP, 110 gn "Light"-Ladung für die Halle; recht präzise
ACHTUNG: Geschoß 3 mm tiefer setzen als Crimpnut!
 
.308 Win Rottweil R-903 42,2 gn Sierra FMJ Spitzer, 150 gn Entspricht gängigen Fabrikladungen (FNM, Magtech)
.308 Win Kemira N-110 28,5 gn Sierra Varmint HP, 110 gn Sehr angenehme "Light"-Load; sehr präzise.
Trefferbild wie bei "normalen" Ladungen.
 
Für alle Ladungen wurden Standard-Zündhütchen verwendet, außer für .357 Mag und .44 Mag (hier Magnum-Zündhütchen).
Crimp: Nur Patronen .357 Mag, .44 Spl und .44 Mag benötigen einen mittelstarken Tapercrimp. Alle anderen nicht crimpen!

Auch hier darf der unvermeidliche Hinweis nicht fehlen: Jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich, daher kann keinerlei Gewähr für die hier genannten Ladungen oder irgendwelche aus ihnen resultierende Folgen übernommen werden. Alle Angaben dienen nur als Anregung. (Bei mir funktionieren sie aber trotzdem bestens.)

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Tips und Hinweise
  
Fehlerhafte CCI Small Pistol Magnum-Zündhütchen

  CCI Small Pistol Magnum Primers  
In der Produktion von ca. Mitte-Ende 1999 (leider liegen keine konkreten Los-Nummern vor) sind für den CCI-Typ 550 Small Pistol Magnum offenbar teilweise zu harte Näpfchen (wohl für "Rifle"-Zündhütchen) benutzt worden, und zwar in beträchtlichem Umfang von bis zu 5 - 10 % des Packungsinhalts. Dies hat zur Folge, daß die damit wiedergeladene Munition zwar in Unterhebelrepetieren o.ä. tadellos arbeitet, aber in Kurzwaffen etwa jeder 10. Schuß eine Störung ergibt, was in Wettkämpfen ganz schön nervig sein kann. Der Schlagbolzeneindruck ist dann auch, trotz intakter Waffe, sofort als recht mickrig zu erkennen - siehe folgendes Bild: links normales, rechts zu hartes Zündhütchen, mit demselben Revolver (S&W 686) "abgefeuert":
  Links o.k., rechts fehlerhaft  
Als Abhilfe bleibt nur, besagte CCI-Zündhütchen mit dem Unterhebler zu verschießen und für den Revolver auf andere Hersteller auszuweichen.


  
Warnung vor GFL-Hülsen .357 Magnum

Hier sind ältere Hülsen von Fiocchi, Bodenstempelung "G.F.L. 357 MAGNUM", betroffen. Bei diesen tritt - möglicherweise nach häufigem Wiederladen(?) - auf der Hülseninnenseite eine umlaufende Rille auf, die bereits in zwei Fällen zu einem "sauberen" Hülsenriß beim Schuß geführt hat (Abbildung links). Rechts daneben eine aufgesägte Hülse, bei der diese Rille deutlich erkennbar ist:
  Hülse nach Schuß Schnittbild mit beginnendem Riß  
(Unter ungünstigen Umständen, z.B. sehr starker Rollcrimp, ist durchaus vorstellbar, daß das Geschoß den vorderen Hülsenteil in den Laufkonus "mitnimmt"; als Folgeprodukt kann anschließend ein sehr kurzläufiger Revolver und eine sehr kurzfingerige Hand entstehen...)

Gegen die Theorie einer "Materialwanderung" durch zu häufiges Rekalibrieren spricht, daß diese Rille bei allen untersuchten Hülsen dieser Art exakt an derselben Stelle und linealgerade war, und auch, daß so ein Effekt bei Hülsen anderer Hersteller noch nie andeutungsweise aufgetreten ist.

Zu erkennen sind die älteren, gefährdeten Hülsen an der Art des Bodenstempels: deren Schrift ist weiter auseinandergezogen (linkes Bild), bei neueren Hülsen, bei denen ein solcher Effekt noch nicht beobachtet wurde, dagegen enger zusammen geprägt (rechte Abbildung).
 
  gefährdete Hülse unbedenkliche Hülse  

Nachtrag:  Im November 2004 wurde von zwei Wiederladern unabhängig voneinander mitgeteilt, daß diese Risse auch (wieder?) bei neuen GFL-Losen auftreten. Schlußfolgerung: das italienische Messing besser im Kübel lassen - glücklicherweise hat man bei .357er Hülsen ja i.d.R. doch eine gute Auswahl...
 

 
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